Presseberichte
In diesem Betrieb arbeiten die Menschen gerne. Man  hilft sich gegenseitig, lacht miteinander und packt  nach Kräften bei den Aufträgen richtig zu. „Das  Arbeiten hier ist schön und macht Spaß“, sagt  Wäschereileiter und FWL-Mitglied Matthias Kröger,  der als Textilreinigermeister seit fünf Jahren in dem  Betrieb ist.   Die Wäscherei „WASCHBOTE – Textilpflege &  Service“ gehört zu den Glückstädter Werkstätten    und somit zur Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für  Diakonie. Vor einem Jahr zog die Wäscherei  innerhalb der Metropolregion Hamburg um: von  Glückstadt an der Unterelbe nach Horst in Holstein.  Früher war die Wäscherei auf zwei Gebäude verteilt; heute sind alle Arbeitsplätze in einem  großzügigen Neubau mit hellen Räumen. Außerdem investierte die Diakonie in moderne  Betriebstechnik, die den Beschäftigten den Arbeitsalltag erleichtert. Beispielsweise werden jetzt die  Maschinen mit Dampf beheizt statt wie früher mit  Elektrik, dazu gab´s neue  Waschschleudermaschinen und Trockner. Im täglichen Einsatz sind beispielsweise  Marken-Waschmaschinen mit Saugzugbeladung und  Volumina von 80 bis 25 Kilogramm von Seibt+Kapp,  drei Gastrockner von Primus und die Mangel von  Kannegiesser mit einer Walzenbreite von drei Meter und einem Durchmesser von 1,20 Meter. Außerdem  wurde eigens für Menschen mit Behinderungen ein  Computerprogramm entwickelt, das beim Bedienen  der Maschinen hilft. Insgesamt sind zurzeit beim Waschboten 39 Männer und Frauen beschäftigt, davon 25 mit einer  Behinderung. Sie bearbeiten als Team durchschnittlich anderthalb Tonnen Wäsche pro Arbeitstag.  Jeder wird bei der Aufgabe eingesetzt, die ihm besonders liegt. So ist die Stimmung gut, auch wenn  viel zu tun ist. „Die Menschen mit Handicap sind leistungsfähiger  als manche vermuten, außerdem sind sie fleißig  und motiviert“, berichtet Matthias Kröger. Seiner  Erfahrung nach muss man etwas mehr Zeit  investieren, um ihnen die für die Arbeit  notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse  beizubringen, aber danach seien sie im  Betriebsablauf eine wichtige Stütze. Kröger: „Das  sind tolle Mitarbeiter, mit denen man enorm viel  anfangen kann.“ Anfang August 2015 war der Umzug. Statt sofort  mit voller Leistung zu arbeiten, wurde planmäßig  die Produktion schrittweise und etwas zurückhaltend in Betrieb genommen. Denn manche Mitarbeiter  brauchten anfangs mehr Zeit als andere, um sich an den neuen Standort, den neuen Räumen und den  neuen Maschinen zu gewöhnen.   „Der Leistungsdruck ist für die Beschäftigten nicht sehr groß. Zusätzlich zum Wäscherei-Fachpersonal  gibt es hier im Betrieb therapeutische und sozialpädagogische Fachkräfte, die manche der  mitarbeitenden Frauen und Männer unterstützend betreuen“, erklärt der Wäschereileiter, der nicht  immer in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat. „In der freien Wirtschaft  ist das anders, da bleibt nicht viel Zeit fürs Miteinander, sondern dann wird oftmals mit dem Ellbogen  gekämpft“, spricht er aus Erfahrung. Ungefähr 70 Prozent der zu waschenden Textilien  stammen im weitesten Sinne aus Einrichtungen der  Behindertenhilfe. Außerdem bearbeitet der  WASCHBOTE die Textilien aus Altenheime sowie aus der Gastronomie und von gewerbliche Kunden.  Zusätzlich zu der „normalen“ Wäschereiware  bearbeitet der Betrieb sogenannte  Bewohnerwäsche. Sie wird von den  Wohneinrichtungen abgeholt und frisch gewaschen,  gebügelt, gefaltet und sortiert wieder  zurückgebracht.  „Die Bewohnerwäsche gehört zu unserem Spezialgebiet, die können wir mit unseren Maschinen und  unserem Team richtig gut bearbeiten“, sagt Matthias Kröger. Es gibt viele gewerbliche Wäschereien,  die aus Zeitgründen gerne auf arbeitsintensive Bewohner- und Leibwäsche verzichten.    Beim Waschboten ist das ganz anders. Die Wäscherei ist zwar technisch zweifellos gut ausgestattet,  aber die Automation wurde bewusst nicht ausgereizt. Kröger: „Wir achten darauf, dass Arbeit nicht  wegrationalisiert wird, sondern in einem vernünftigen Maß möglichst viele Menschen hier mitarbeiten  können.“ Die Wäscherei hatte nach eigenen Angaben immer  gute Kunden und entsprechend viel zu arbeiten,  doch räumlich stieß sie früher an die Grenzen ihrer  Leistungsfähigkeit. Seitdem der WASCHBOTE am  neuen Standort ist, bemüht sich der  Wäschereileiter wieder um zusätzliche Aufträge.   Kröger: „Wir haben hier die räumlichen,  betrieblichen und personellen Möglichkeiten und  wissen, was wir leisten können.“ Zum regionalen  Einzugsgebiet der Wäscherei gehört bislang vor  allem der nordwestliche Großraum Hamburg.  Beabsichtig ist, den Kundenstamm und das  Vertriebsgebiet stärker nach Süden in die Hansestadt auszuweiten. „Wir brauchen uns nicht zu  verstecken, denn wir produzieren mit unseren Maschinen und unserem Mitarbeiterteam sehr gute  Qualität“, betont der Textilreinigermeister. Im „Fachverband für Wäscherei-, Textil- und Versorgungsmanagement e.V.“ (FWL) ist Matthias Kröger nach eigenen Angaben sehr gerne Mitglied, weil er vom FWL nützliche und wichtige Informationen  erhält. Auch gebe es immer einen Ansprechpartner, für fachliche Fragen aus dem Arbeitsalltag,  berichtet der Wäschereileiter. In dem Fachverband sind vor allem Mitglieder, die mit der Wäscheversorgung in Werkstätten für  Menschen  mit Behinderungen sowie in Krankenhäusern, Seniorenpflegeeinrichtungen,  Justizvollzugsanstalten und  weiteren Einrichtungen beauftragt sind.  Infobox: Glückstädter Werkstätten Die Glückstädter Werkstätten gehören seit ihrer Gründung 1973 zur Gruppe Norddeutsche  Gesellschaft für Diakonie. Die gemeinnützige Organisation hat das Ziel, Menschen mit Behinderungen  eine Teilhabe an der Arbeit und am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. An den Standorten in  Schleswig-Holstein nahe der Hansestadt Hamburg gibt es unterschiedliche Ausbildungs- und  Arbeitsplätze sowie betreute Wohngemeinschaften; das Wohnen in den eigenen vier Wänden mit  Assistenz gehört ebenfalls zum Angebot. In den verschiedenen Werkstätten arbeiten Menschen mit  und ohne Behinderung erfolgreich zusammen und erledigen gemeinsam eine Vielzahl von  Dienstleistungen und Auftragsarbeiten für die Industrie. Der „WASCHBOTE – Textilpflege & Service“ ist ein Teil der Glückstädter Werkstätten und seit 2015 am neuen Standort im holsteinischen Horst. www.glueckstaedter-werkstaetten.de 
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01-2017

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