Presseberichte
Die Senioren und Seniorinnen des FWL trafen sich  zum neunten Mal zu ihrem jährlichen Treffen vom  20. bis 22. Mai 2014 in Essen unter dem Motto  Strukturwandel im Ruhrgebiet, wie hat sich das  Kohlenrevier zur Dienstleistung, der „Metropole  Ruhr“, gewandelt.  Nach herzlicher Begrüßung der Senioren  untereinander und durch Werner Nachbar übernahm  der als Organisator und Mitgliedsbeauftragte  sogleich das Zepter. In zwei Gruppen unter Anleitung von charmanten Reiseführerinnen begann ein zweistündiger  Rundgang durch die moderne Wirtschafts-, Handels- und Dienstleistungsmetropole Essen. Mit rund  570.000 Einwohnern ist Essen die viertgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Essen und die  Krupp Werke wurden im 2.Weltkrieg durch alliierte Bombardierung stark zerstört und ist heute mit  ihrer modernen Skyline ein bedeutender Industriestandort mit Sitz bekannter Großunternehmen (z.B.  RWE, EON, Karstadt, Hochtief AG, Evonik Industries AG). Heute erinnern das Essener Münster und die älteste Madonnengestalt des christlichen Abendlandes an die mittelalterliche Geschichte der Stadt.  Die auf das im Jahr 845 gegründete Frauenstift Essen zurückgehende Stadt ist älter als z.B. Berlin,  Dresden oder München. Essen feierte im Jahr 2002 das 1150 jährige Jubiläum von Stift und Stadt  Essen. Mit viel neuem Wissen und müden Beinen wurde anschließend in einem angenehmen Ambiente im  Balkanrestaurant „Balkanhof“ zu Abend gegessen. In Anlehnung an die „alte“ Zeitschrift des FWL „Der Krankenhaus-Wäschereileiter“ (mit Loch) übergab der ehemalige Pressereferent Georg Prüß eine „neu“ aufgelegte Sonderausgabe mit dem Titel „DIE  FWL SENIOREN UMSCHAU“ (mit Loch) an Werner Nachbar. Am Mittwoch begann für Senioren zur „ungewohnten“ Zeit, um 08:15 Uhr, eine Ruhrgebiet- Rundfahrt  unter sach- und fachkundiger Führung einer überzeugten Ruhrgebietlerin. Mit einem modernen  Reisebus begann die Tour mit der Fahrt durch das Kruppgelände. Die Stadt Essen ist stark geprägt von der Firma Krupp und das ist noch heute spürbar. Zwar gibt es keine Produktionsstätten mehr, dennoch hat die Fabrik (einst 30% der Stadtfläche), der Stadt den Stempel aufgedrückt. Heute wird die  Geschichte der Familie Krupp überwiegend positiv dargestellt. Als Arbeitgeber für viele Menschen  (40.000 allein in Essen vor dem ersten Weltkrieg) und Wegbereiter für die industrielle Infrastruktur  der Region. Es überwiegen aber auch negative Erinnerungen und Ereignisse. Anschließend war der Landschaftspark Duisburg-Nord das nächste Ziel. Im Landschaftspark verbinden  sich auf einer rund 180 Hektar großen Fläche Industriekultur und Natur zu einer weltweiten nahezu  einmaligen Parklandschaft. Im Zentrum steht ein stillgelegtes Hüttenwerk, dessen Industrieanlagen  heute als Museum genutzt wird. Die ehemaligen Werkshallen sind für Firmen- und  Kulturveranstaltungen hergerichtet, in einem Gasometer entstand Europas größtes künstliches  Tauchzentrum, ehemalige Erzlagerbunker wandelten sich zu einem alpinen Klettergarten. In einer  ehemaligen Gießhalle wurden Hochseilparcours eingerichtet und ein erloschener Hochofen ist zum  Aussichtsturm ausgebaut. Weiter ging die Fahrt zur Besichtigung der ältesten erhaltenen Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets, der  Siedlung Eisenheim. Eisenheim ist die erste deutsche Arbeitersiedlung, die unter Denkmalschutz  steht. Die ersten Häuser auf dem rund sieben Hektar großen Areal entstanden 1846, errichtet  zunächst für Hüttenarbeiter und danach auch für Bergleute. Um die Jahrhundertwende lebten etwa  1200 Menschen in 51 anderthalb und zweigeschossigen Häusern. Die nächste Etappe war die Fahrt zum TETRAEDER. Dank des umsichtigen Busfahrers fuhr er uns auf  die Halde (120m über NN), zum Aussichtsturm in Bottrop, dem TETRAEDER. Hier hat man einen tollen  Ausblick über das Ruhrgebiet. Der TETRAEDER gilt als das Symbol für den Strukturwandel im  Ruhrgebiet. Es steht auf der ehemaligen Halde der Schachtanlage Prosper, dem Berggestein aus 1200  m Tiefe, und ist eine überdimensionale begehbare Aussichtsplattform in Form einer Pyramide. Der  Aufstieg (38 m) der über scheinbar schwebende Treppen und einer sich um 8° neigenden Plattform  erfolgt, ist gewiss nur etwas für trittsichere Personen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause stand die Besichtigung der UNESCO Weltkulturerbe Zeche  Zollverein Essen mit einer fachkundigen Führung an. Die 1847 gegründete und 1986 stillgelegte Zeche im Norden der Stadt Essen ist eine der bekanntesten  Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet. Zusammen mit der Kokerei, die bis 1993 arbeitete, wurde das  Gelände als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt.  Um 19:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer zur Show mit Menü im Varieté-Theater GOP. Danach wartete  auf die Besucher eine spektakuläre athletische, weibliche Show mit anmutiger Körperbeherrschung.  16 Artistinnen aus der Ukraine wirbelten über die Bühne. Ein Tag voller Informationen mit einer  entspannenden abendlichen Show ging zu Ende.  Nach dem Frühstück am nächsten Morgen stand die Besichtigung, mit Führung, der Villa Hügel auf  dem Programm. Die Villa Hügel wurde 1873 von Alfred Krupp errichtet und ist das ehemalige Wohn- und  Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp. Die Villa, ein Einfamilienhaus, verfügt auf ihren  8.100 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche über 269 Räume und liegt, an exponierter Stelle über  dem Ruhrtal und dem Baldeneysee, im 28 Hektar großen Hügelpark. Das Symbol der Firma Krupp, die  Villa Hügel, ist seit 1954 eine Stiftung. Daran anschließend trafen sich die Freunde noch zu einem entspannten Mittagessen, mit Blick auf  den Baldeneysee. Nach einer herzlichen Verabschiedung und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr  traten alle ihre Heimreise an.  Text und Fotos: Georg Prüß
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04-2014

Jahrestreffen 2014 der FWL Senioren im Ruhrgebiet