Presseberichte
Manche Krankenhäuser haben ihre eigene Wäscherei „abgewickelt“ und dann Waschaufträge an  fremde Betriebe vergeben. War das wirklich immer betriebswirtschaftlich sinnvoll oder manchmal nur  eine Art „Mitschwimmen“ auf einer Modewelle? Erfolgreiches Management geht auch anders. Das  Südharz Klinikum Nordhausen (SHK) ist dafür ein Beispiel. Vor genau zwanzig Jahren hat eine in der Nachbarstadt ansässige „Gesundheitswäscherei“ ihren  Betrieb eingestellt und die Produktion regional verlagert. Daraufhin entschied sich die damalige  Klinikleitung zu einer mutigen Investition: Von der „Gesundheitswäscherei“ wurden die gebrauchten,  aber noch guten Maschinen gekauft und auf dem Krankenhausgelände eine eigene Wäscherei  installiert. Seitdem wurde peu á peu in diesen Eigenbetrieb investiert.  Das Konzept ging auf. „Wir brauchen keinen Vergleich zu  scheuen“, sagt Wäschereileiter Dieter Fuhrmann. Der  Diplom-Ingenieur kommt beruflich ursprünglich aus dem  Sondermaschinenbau, aber wechselte 1989 in den  Gesundheitssektor. Im wahrsten Sinne des Wortes baute er  die SHK-Wäscherei von Beginn an mit auf.   Angefangen hatte die Abteilung 1995 mit zehn Mitarbeitern.  Ursprünglich waren etwa 3,5 Tonnen Wäsche täglich  angedacht. Doch es kamen immer wieder zusätzliche  Anforderungen und Hygienevorschriften hinzu. Heute ist die  Wäscherei eine spezialisierte Einheit mit 20 Mitarbeitern auf 16 Vollzeitstellen.    Das Team bearbeitet von montags bis freitags durchschnittlich 4,5 Tonnen Wäsche täglich. Dazu  gehören sämtliche Krankenhaustextilien von der Flachwäsche bis zur Berufskleidung und OP-Wäsche.  Die speziellen Waschverfahren haben eine chemothermisch desinfizierende Wirkung und sind bestens  für die hohen Hygieneanforderungen des Klinikums geeignet. „Wir setzen auf einen hohen technischen Standard, sonst könnten wir die Leistung nicht  wirtschaftlich erbringen“, erklärt Dieter Fuhrmann. Zum Maschinenpark gehört eine Waschstraße mit  zwölf Kammern á 36 Kilo beispielsweise für Bettwäsche, Frottee und Patientenwäsche. Mit einer  Waschschleudermaschine für 130 Kilo Beladegewicht wird unter anderem Personalkleidung und  Feinwäsche bearbeitet, außerdem gibt es eine 40-Kilo-Maschine speziell für Wischbezüge.    Vier Trockner mit 20 und 50 Kilo Fassungsvermögen  ermöglichen eine nahtlose Weiterverarbeitung. Im  Einsatz ist auch eine Mangelstraße mit einer  Arbeitsbreite von drei Metern. Außerdem gibt es einen  leistungsstarken Frottee-Faltautomaten sowie für  Personalwäsche, Besucherkittel und sogenannte  Bereichskleidung einen Finisher, der stündlich 800 Teile  bearbeiten kann. Die planmäßigen Investitionen beschränken sich nicht nur  auf die Waschtechnologie, sondern es werden auch  energiesparende Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört  beispielsweise ein moderner Wärmetauscher für die Waschstraße. Zu den Stärken der klinikeigenen Abteilung zählen die erstklassige Warenqualität und die im Alltag  bewiesene hohe Leistung. Nach eigenen Angaben ist ein weiterer wichtiger Vorteil die schnelle  Reaktionsfähigkeit auf mögliche Situationsveränderungen dank der Unabhängigkeit von  Vertragspartnern. Hinzu kommt ein nützlicher Mehrwert: die reibungslose Logistik. Ein hausinterner Hol- und  Bringedienst sorgt für die logistische Abwicklung des Wäschetransports. Werden die erforderlichen  Daten auf den Stationen in den Computer eingegeben, dann wird in der Regel die Wäsche am gleichen  Tag wieder ausgeliefert. Das spart nicht nur Lagerplatz, sondern verkürzt die Reaktionszeiten. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre ist die Wäscherei ein  Mitglied im Fachverband für Wäscherei-, Textil- und  Versorgungsmanagement e.V. (FWL). Nach Aussage von  Dieter Fuhrmann habe sich die Mitgliedschaft als eine  wichtige Stütze bei der Arbeit erweisen. Ob  beispielsweise zu Waschverfahren, Kennzahlen oder  Technik, es gibt immer mal wieder Gründe für akuten  Gesprächsbedarf. Fuhrmann: „Bei Kollegen im FWL kann  ich jederzeit anrufen und erhalte ehrliche Antworten auf  meine Fragen, denn es gibt untereinander keine  Konkurrenz.“ Der FWL ist ein Fachverband auf Landes- und Bundesebene. Die Verbandsmitglieder bearbeiten und  organisieren die Wäscheversorgung unter anderem in Werkstätten für Menschen  mit Behinderungen,  Krankenhäusern, Seniorenpflegeeinrichtungen und Justizvollzugsanstalten.   Der Verband fördert und organisiert den kollegialen Erfahrungsaustausch, gibt Tipps zur  Betriebsführung und informiert unabhängig beispielsweise über technische Neuerungen, Qualitäts-  und Umweltmanagement sowie Waschverfahren und Waschmittel. „Für mich war und ist der FWL mit  seinen vielen Angeboten sehr hilfreich, ich fühle mich im Verband gut aufgehoben“, sagt Dieter  Fuhrmann. Hintergrundinfo bzw. Infobox: Südharz Klinikum Nordhausen Die Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH (SHK) ist mit derzeit 740 Betten im stationären sowie  Betreuungsplätzen im gemeindepsychiatrischen Bereich das größte Klinikum Nordthüringens. Jährlich  versorgen etwa 1.900 Mitarbeiter mehr als 31.000 Patienten stationär. Nach eigenen Angaben wird  fortlaufend in Innovation und Infrastruktur investiert, somit sei das Klinikum sehr gut ausgestattet  und könne eine überregionale medizinische Versorgung auf höchstem Niveau bieten. Das SHK ist  zudem Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und der Martin-Luther-  Universität Halle-Wittenberg. www.suedharz-klinikum.de
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09-2015

Erfolgreiche Arbeit im Klinikum